Tempo 30 – ein Artikel von Martin Reimann

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Na? Noch gesundheitlich stark angegriffen durch vermehrten Kerzenabbrand im heimischen Wohnzimmer in der Weihnachtszeit?

RRG – unser „Spitzensenat“ bietet verstärkt Lufterholungsgebiete in unserem Bezirk.
Dank Tempo-30 Zonen in unseren Hauptverkehrsadern kann man dort wieder richtig durchatmen…

Ein Beitrag von Martin Reimann…


 

Grüne Tempo-30-Experimente –

Neben der Potsdamer Straße hat Rot-Rot-Grün (RRG) seit dem 03. September das Tempo-30-Testgebiet nun auch auf die Schöneberger Hauptstraße und den Tempelhofer Damm ausgeweitet. Somit werden Berliner Autofahrer, die Fahrgäste der jeweiligen BVG-Buslinien und auch Pendler hier jetzt auch außerhalb der Stauzeiten ausgebremst. Die Folge sind längere Fahrzeiten, genervte Verkehrsteilnehmer und letztendlich sehr wahrscheinlich ein erhöhter Abgasausstoß. Des Weiteren ist davon auszugehen, dass sich der Autoverkehr auf andere Straßen unseres Bezirks verlagert und dadurch auch hier die Schadstoffbelastung steigt.

Mit Tempo 30 auf Berliner Hauptstraßen setzen die Grünen ihr seit langem verfolgtes Ziel weiter um, das Autofahren so unattraktiv wie nur irgend möglich zu machen. Das Ziel wäre legitim, wenn dessen Umsetzung mit demokratischen und rechtsstaatlichen Mitteln erfolgen würde. Da aber die rechtlichen Grundlagen für Tempo 30 auf den Hauptstraßen zumeist nicht vorliegen und demokratische Mehrheiten für die Änderungen der Rechtslage trotz Rot-Rot-Grüner Meinungshoheit nicht zu erzielen sind, muss jetzt die Abgasbelastung, speziell die angeblich zu hohe Belastung durch Stickoxide (NOx) herhalten. Nun ist eine Belastung der Umwelt durch Kraftfahrzeuge (auch Elektromobile) grundsätzlich nicht von der Hand zu weisen. Fest steht aber auch, dass der NOx-Ausstoß durch Kraftfahrzeuge deutschlandweit seit 1990 trotz Verdoppelung des Fahrzeugbestands um 70% gesunken ist [Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt, Umweltbundesamt]. Wir haben daher aktuell in Berlin sehr wahrscheinlich die sauberste Luft seit Beginn der industriellen Revolution.

Nun sind wir als AfD-Bezirksverband nicht gegen eine weitere Verbesserung der Luftqualität. Im Gegenteil, sinnvolle Maßnahmen werden von uns mit Nachdruck unterstützt. So sehen wir in einer Optimierung der Ampelschaltungen (grüne Welle) ein großes Potential, den Verkehrsfluss zu verbessern und damit den Abgasausstoß an den Hauptstraßen unseres Bezirks deutlich zu reduzieren. Auch das Ziel der Reduzierung des Individualverkehrs in unserem Bezirk unterstützen wir. Allerdings verfolgen wir dieses Ziel nicht durch eine Drangsalierung der Autofahrer. Während RRG mit fast schon diktatorischen Mitteln versucht, Berliner und auch Pendler bei jedem Wind und Wetter auf das Fahrrad zu zwingen, forciert die AfD in Tempelhof-Schöneberg eine deutliche Erweiterung des Angebots im öffentlichen Nahverkehr. Entsprechende Anträge wurden bereits in der Bezirksverordnetenversammlung gestellt oder befinden sich in Vorbereitung. Hierzu gehören z.B. die Verlängerung der U6 über Lichtenrade bis nach Mahlow-Blankenfelde, die Schaffung von neuen P+R Parkplätzen an den stadtrandnahen U- und S-Bahnstationen, die Verdichtung der Taktzeiten der S-Bahn und die Ausweitung des Tarifbereichs B über die Stadtgrenze hinaus. Alle diese Maßnahmen würden aus unserer Sicht einen großen Teil der Pendler zum Umsteigen in den öffentlichen Nahverkehr bewegen und damit das Verkehrsaufkommen und die Luftbelastung an den Hauptstraßen unseres Bezirks deutlich zu reduzieren.

Leider lehnt RRG alle diese Vorschläge ab und setzt unverändert auf Gängelung der Autofahrer unter anderem durch Rückbau von Parkplätzen (z.B. geplanter Rückbau des P+R Parkplatzes am U-Bahnhof Alt-Mariendorf), Planung von neuen Tempo-30-Zonen (z.B. Vorarlberger Damm) oder Reduzierung von Fahrspuren (z.B. auf dem  T-Damm geplant).

Die AfD steht für ein gleichberechtigtes Nebeneinander aller Verkehrsteilnehmer und wird sich weiter gegen sinnfreie Tempo-30-Zonen auf den Hauptstraßen einsetzen. Denn machen wir uns nichts vor, selbst wenn sich die Sinnlosigkeit von Tempo 30 am Ende schwarz auf weiß herausstellt, wird RRG neue Gründe erfinden, um die derzeitigen Tempo-30-Zonen auf den Hauptstraßen unseres Bezirkes aufrechtzuhalten und sogar noch zu erweitern.

Martin Reimann (Vorstan BV TeS)

 

1 Kommentar
  1. Der Treibstoffverbrauch und damit einhergehend die Luftbelastung ist bei Tempo 30 deutlich höher als bei 50, 60, 70…….
    Und die Lärmbelastung dauert für die Anwohner auch noch länger…..

Kommentare wurden geschlossen.

Wie sollte stärkere Präsenz des Bezirksverbandes Tempelhof-Schöneberg aussehen ?

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